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The Tree House / Kohukohu
 
Der Ort ist eine Oase, ein kleines Paradies. Das komplette Gebiet ist ein ca. 20 Ha bewachsener Urwald, mit tropischen Pflanzen jeglicher Art, mit einem riesigen Bambus, Farnbaeumen und vielem mehr. Dazwischen liegen ueberall verstreut kleine Lodges zum Wohnen. Lauschige Plaetze laden zum Sitzen oder Liegen in der Haengematte ein. Ueberall gibt es Tiere, wie einen grossen roten Hasen, der sich streicheln laesst wie eine Katze, Huehner, Enten, Schafe, Voegel... Wir sind sprachlos begeistert. Das hier ist ZEN, Harmonie in der Natur, von einem australischen Paerchen vor 15 Jahren liebevoll gestaltetes Kleinod. Hier moechten wir ewig bleiben. BE HERE - NOW, das ist die oertliche Zeitzone. Beim einzigen kleinen Supermarkt des Staedtchens decken wir uns mit dem Noetigsten ein. Der Besitzer ist wie alles Kiwis superfreundlich und erzaehlt aus seinem Leben. Er ist geborener Aucklander, lebte aber in New York, LA, und fuehrte 12 Jahre lang ein Hotel in London. Danach kehrte er nach Neuseeland zurueck und stellte fest, dass er in Auckland nicht mehr leben kann. A CITY\'S A CITY A CITY. Eine Stadt ist eine Stadt, und irgendwie ist es ueberall das gleiche. Deshalb liess er sich in Kohukohu nieder. Die Natur befreit uns und tut uns gut. Den Abend geniessen wir mit einem Jakobs Creek Riesling und lassen uns von ein paar Muecken stechen. Am naechsten Tag fruehstuecken wir opulent und goennen und dann alle etwas Zeit fuer sich selbst. Hannes macht eine Fahrradtour, Julia macht sich auf einer Wiese bequem und liest und ich selbst begebe mich auf eine Fotosession durch den kleinen Urwald, der gleich hinter dem Haus beginnt. Spaeter fahren Julia und ich ins Dorf und gehen auf eine Anhoehe hinauf, um den Blick von oben auf die Bucht zu bestaunen. Der Plan von Hannes, am Abend mit einem Picknick ans Wasser zu fahren und den Sonnenuntergang zu geniessen, findet regen Anklang. Da wir den Flaschenoeffner vergessen haben, trinken wir den Wein spaeter am Tree House. Dank eines Riesenburgers ca. 3 Stunden vorher haben alle nicht den grossen Hunger, aber jemand freut sich tierisch ueber die Reste unseres Salates. Es ist PIDGET, das Riesenschwein. Die Geschichte mit Pidget muss man erzaehlen. Pidget lebte einst am Strand von Auckland und freute sich seines Schweinelebens. Er liebte das Wasser, denn es gibt Bilder von ihm beim Baden im Meer. Und er liebte Kinder, denn ca. 5 durften auf ihm sitzen, wenn er im Sand lag. Er liebte alles, was er zu fressen fand, und legte an Gewicht zu. Er wiegt nun zwischen 400 und 500 Kilogramm und ist gluecklich. Eines Tages entschied irgendjemand, dass Pidget da nicht mehr sein durfte. Pidget sollte weg vom Strand in Auckland. Es wurden Buergerinitiativen fuer und gegen sein Bleiben gebildet, und die oertliche Presse fuellte einige Seiten mit Artikeln ueber ihn. Bis Phil und Pauline Evans vom Tree House sich ein Herz fassten und ihm ein neues Zuhause boten. So kam Pidget nach Kohukohu. Er lebt nun in einem grossen Bereich, hat ein zirkuszeltaehnliches Dach ueber dem Kopf, ein Riesenbett aus Stroh und immer Menschen um sich herum, die ihn besuchen kommen. Sobald er uns mit der Salatschuessel kommen sieht, wedelt er freundlich mit dem Schwanz und walzt auf uns zu. Er laesst sich gerne streicheln und hat ganz harte Borsten, nur hinter den Ohren ist er ganz weich. Und er liebt Salat mit Moehren und Avocado und Kaesestueckchen.